Wetterstation SCHWARZENBERG-OSWALDTAL

Wetterstation SCHWARZENBERG-OSWALDTAL

Wolfgang Hinz ist gebürtiger Karl-Marx-Städter und seit seiner Schulzeit an Wetter und Astronomie interessiert. Die ersten Wetteraufzeichnungen sind vom kalten Dezember 1969.

Wolfgang Hinz, Wetterstation SCHWARZENBERG-OSWALDTAL

Von 1980 bis 2004 betreute er die Niederschlagsmessstelle im Karl-Marx-Städter Küchwald für den damaligen Meteorologischen Dienst der DDR und späteren DWD. Der Standort war im Kosmonautenzentrum, wo er bis 2003 als Betreuer der kleinen Nachwuchsraumfahrer arbeitete, welche in der Rakete zusammen mit Besuchern Raumflüge absolvierten. Zudem wurden Schulklassen an wissenschaftliche Themen wie Meteorologie und Astronomie herangeführt. In dieser Zeit leitete er auch die Arbeitsgemeinschaften Meteorologie und Astronomie.

Da seine Frau Claudia (ebenfalls REH-Mitglied) 2003 zum oberbayrischen Wendelstein versetzt wurde, zogen die beiden Hinzen’s nach Brannenburg ins Inntal, wo Wolfgang mit einer privaten Messreihe begann. Täglich maß er mit dem Hellmann Niederschlag und las in seiner Wetterhütte Maximum und Minimum ab. Besonders interessant waren dort die oft intensiven Niederschläge, Tage mit >50mm waren keine Seltenheit. 

Nach Schließung der Wetterwarte auf dem Wendelstein und einigen Abstechern auf die Wetterwarte Zugspitze wurde Claudia 2012 auf den Fichtelberg im Erzgebirge versetzt, so dass die Beobachtungsreihe schließlich ins Schwarzenberger Oswaldtal (422m) „verlegt“ wurde. Im Vergleich zur nur 2.5 km entfernten Station Schwarzenberg-Bermsgrün (522m) sind die Tagesgänge um einiges höher, im Tal kühlt die Luft nachts stark ab und erwärmt sich aufgrund der geringeren Höhenlage und oft einer kräftigen Föhndüse stärker. Die Werte der Station sind bei Awekas abrufbar: ww.awekas.at/de/instrument.php?id=20010

Zum REH-Treffen, welches 2022 in Schwarzenberg stattfand, schlossen wir uns dem interessanten Verein schließlich an. 

Neben der Leidenschaft zum Wetter hat Wolfgang seit 1978 beim Arbeitskreis Meteore e.V. eine kontinuierliche Beobachtungsreihe von Haloerscheinungen aufgebaut, an welcher stets etwa 25 Beobachter aus Europa mitwirken. Bei der Vereinigung der Sternfreunde e.V. vertritt er zudem die Fachgruppe Atmosphärische Erscheinungen. Zudem war er Gründungsmitglied des Fachausschuss  Amateurmeteorologie der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, welche Amateurbeobachtungen mit wissenschaftlichen Interessen verbindet.