Die Wetterwarte Ostalb wurde 1991 offiziell gegründet. Für die Jahre zuvor, ab der Übersiedelung der Betreiberfamilie vom Bodensee auf die Schwäbische Alb im Sommer 1983, liegen sporadische Wetterbeobachtungen und –messungen vor. Seit 1995 ist die Wetterwarte Mitglied im Ring europäischer Hobbymeteorologen ReH e. V.!

Das zentrale Element im Klimagarten der Wetterwarte ist die Thermometerhütte, gebaut und aufgestellt nach einem Plan des DWD, ausgestattet mit einem Thermohygrograph und einem sog. Normalpsychrometer.Ab 2004 wurden die analogen Messungen durch elektronischen Meßinstrumente ergänzt, die mit zwei unabhängigen Datenloggern der Firma Otmar Feger verbunden sind. Die analoge Datenaufzeichnung wird beibehalten und zur Kontrolle der elektronischen Messungen eingesetzt. Der Niederschlag wird mit zwei Meßbehältern durchgeführt. Im Regenschreiber („Hellmann“ 200 cm²) wurde die mechanische Schreibrolle durch eine elektronische Kippwaage ersetzt. Das zweite Meßgefäß (200cm²) wird täglich zum Klimatermin 1 ausgelitert. Ein drittes wird bei Schneefall eingesetzt. Am Boden ist ein Meßfeld für die Erdbodentemperaturen eingerichtet, auch hier analog und elektronisch bis 50 cm Tiefe. Darunter liegt der Fels des Weißen Jura. Auf dem Dach des Stationsgebäudes steht der Mast für die Windmessungen und die Meßvorrichtung für die Globalstrahlung, aus der mit geeigneten elektronischen Filtern die Sonnenscheindauer bestimmt wird. Die semi-analoge Einrichtung zur Bestimmung der Sonnenscheindauer wird seit 2005 nicht mehr verwendet.
Die Wetterwarte publiziert den monatlichen Witterungsbericht in ihrer Wetterzeitung „DAS WETTERGLAS“ und im „Laubfrosch“. Die Veröffentlichung in der Regionalpresse konnte nach 25 Jahren, wegen übler Beschimpfungen in Leserbriefen, nicht mehr weitergeführt werden; ebenso ist eine Erstellung des umfangreichen, unentgeltlichen Jahresrückblicks im Nachrichtenblatt der Stadt Neresheim nach Intervention eines Gemeinderatmitglieds nicht mehr möglich. Der Vorsitzende des Gemeinderats hat für unsere Witterungsberichte in öffentlicher Sitzung, von keinem der Räte widersprochen, Zensur angekündigt.
Wir führen die standardisierte Wetterbeobachtung wie bisher weiter, verweisen jedoch bei allen Anfragen grundsätzlich auf die Gutachtertätigkeit des DWD.
Lage: 73450 Neresheim, Härtsfeld, Östliche Schwäbische Alb
Standort: 552 m + NN auf einem Geländerücken, der ca. 55 Meter über die begrenzenden Täler im Norden, Westen und Süden herausragt.
Internet: www.wetterglas.de
Guido Wekemann, Neresheim im Mai 2026